Mehr. Miteinander!
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
Sie haben mich mit einer überwältigenden Mehrheit von 63 Prozent aller abgegebenen Stimmen zu Ihrem neuen Bürgermeister gewählt. Dafür möchte ich Ihnen noch einmal von ganzem Herzen danken!
Ich glaube, dass dieses Ergebnis deutlich belegt, wer aus Ihrer Sicht die besten Voraussetzungen hat, mit seinen Erfahrungen und seiner Fachkompetenz die Geschicke unserer Stadt als Bürgermeister zukünftig in die Hand zu nehmen.
Leider haben nun 17 Personen aus unserer Stadt gegen die Bügermeisterwahl Einspruch erhoben. Sie akzeptieren den Ausgang nicht und wollen sie wiederholen. Unter ihnen befinden sich mittel- und unmittelbar auch zwei unterlegene Kandidaten der Wahl vom 25. April 2010. Als Gründe werden einseitige Berichterstattung im "Stadtanzeiger", Fehler bei der Zustellung der Wahlbenachrichtungskarten sowie nicht statthafte Wahlwerbung der Bürgermeisterin in ihrer Äußerung anlässlich des Neujahrsempfangs der Hansestadt Wismar angeführt. Die Beschwerdeführer wollen mit dem Widerspruch den Eindruck vermitteln, dass sich die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt durch die kritisierten Dinge haben manipulieren lassen und dass der Ausgang der Wahl ein anderer gewesen wäre, wenn die angesprochenen Punkte nicht aufgetreten wären.
Zunächst wird nun juristisch zu prüfen sein, ob es sich bei den angesprochenen Dingen überhaupt um Fehler handelt. Das an sich muss schon stark bezweifelt werden. Das Verwerflichste an diesen Vorwürfen ist jedoch, dass man mir persönlich unterstellt, ich hätte mein Amt als Senator und als stellvertretender Bürgermeister bei der verantwortungsbewussten Ausübung meiner dienstlichen Aufgaben für unsere Stadt missbraucht, um im Wahlkampf Vorteil daraus zu ziehen.
Diese Anschuldigungen weise ich strikt von mir! Sie sind unfair und sie entbehren jeder Grundlage. Als mindestens genau so schlimm wie diese Unterstellung empfinde ich die Tatsache, dass die Verfasser der Beschwerde den klar geäußerten Willen der Wismarer Bürger einfach ignorieren, nur weil ihnen der Ausgang der Wahl nicht gefällt. Ich halte das schlicht für undemokratisch!
Für mich gibt es an der Korrektheit des Ablaufes der Bürgermeisterwahl überhaupt keinen Zweifel. Das wird auch die juristische Prüfung ergeben. Ich achte den Willen der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und ich fühle mich Ihrem Votum verpflichtet.
Herzliche Grüße,
Ihr Thomas Beyer

